Spindellauf Regensburg – Höhenmeter, Taktik und pure Spannung

Ein Lauf der ganz besonderen Art stand für unsere Athleten beim Spindellauf in Regensburg auf dem Programm. Der Halbmarathon führte nicht durch Straßen oder Parks, sondern mitten durch ein Einkaufszentrum – inklusive Parkhausspindel. Ganze 13 Runden à 1,6 Kilometer mussten absolviert werden, jedes Mal ging es die Spindel hinauf und wieder hinunter. Am Ende summierten sich die Strapazen auf über 800 Höhenmeter – ein echter Kraftakt für Beine und Kopf.

Armin Reif stellt sich der Herausforderung

Für den TV Zwiesel ging Triathlet Armin Reif über die Halbmarathondistanz an den Start. Doch gleich zu Beginn nahm das Rennen eine unerwartete Wendung:
Bereits in der ersten Runde erwischte Armin beim Bergablaufen in der Spindel eine Eisplatte und machte eine unsanfte Bekanntschaft mit dem Boden. Nach einem kurzen Systemcheck lief er zwar weiter, doch schnell war klar: Der Wettkampfplan war dahin.

Von da an hieß es Sicherheit vor Tempo. Aus dem Rennen wurde ein zackiger Tempodauerlauf, der Armin immerhin erlaubte, die großartige Stimmung und das besondere Ambiente intensiver zu genießen. Und wie er selbst schmunzelnd feststellte: „Wenn man etwas langsamer läuft, hat man auch länger was davon.“

Trotz Sturz, Schrammen und Prellungen kämpfte sich Armin tapfer durch alle 13 Runden und erreichte nach 1:23 Stunden das Ziel – sein erster Halbmarathon über 1:20 h. Am Ende sprang ein starker 4. Gesamtrang heraus, worüber Armin unter diesen Umständen sehr glücklich war.
Der Blick geht bereits nach vorne: Beim Halbmarathon in Deggendorf will er wieder voll angreifen – dann hoffentlich ohne unfreiwillige Bodenprobe.

Staffelkrimi in der Mixed-Wertung

Neben dem Einzelrennen sorgte vor allem der Staffellauf für Nervenkitzel pur. Gestartet wurde in der Mixed-Wertung, bei der immer mindestens eine Frau pro Team dabei sein musste. Die Besonderheit dieses Rennformats: Die Dreier-Teams durften selbst entscheiden, wann, wo und wie oft gewechselt wird. Diese Freiheit versprach taktische Spielchen – und genau die bekamen die Zuschauer auch geboten.

Mit dabei war TV-Athlet Marco, der gemeinsam mit Steffi Schwarz und Christian Irrgang für das Team der Armin Wolf Runners an den Start ging. Von Beginn an entwickelte sich ein packendes Duell mit den MTV Runners. Ständige Führungswechsel, hohes Tempo und zwischenzeitlich ein Vorsprung der MTV Runners von über 30 Sekunden machten deutlich: Das wird nichts für schwache Nerven.

Doch dann folgte die taktische Meisterleistung des Armin-Wolf-Teams. Mit bewusst kürzeren Wechselintervallen kämpften sich Marco und seine Laufkollegen Stück für Stück wieder heran. Schlussläufer Christian Irrgang machte Meter um Meter gut, doch selbst 200 Meter vor dem Ziel lag das Team noch auf Rang zwei.

Die Entscheidung fiel in einem echten Geniestreich: Kurzfristig übergab Christian den Staffelstab noch einmal an Marco Bscheidl. Dieser zündete den Turbo, setzte zu einem fulminanten Schlussspurt an und fing den Führenden kurz vor der Ziellinie noch ab. Der Lohn: Sieg in der Mixed-Wertung – mit hauchdünnen 0,2 Sekunden Vorsprung!

Der Jubel bei den Armin Wolf Runners war riesig und absolut verdient. Dieser Erfolg war das Ergebnis von Teamgeist, Mut und perfektem taktischem Gespür.

Fazit

Der Spindellauf Regensburg bot alles, was das Läuferherz begehrt – Höhenmeter, Spannung, Dramatik und starke Leistungen. Ob Armins kämpferischer Halbmarathon oder der nervenaufreibende Staffelsieg in der Mixed-Wertung mit TV-Zwiesel-Beteiligung: Dieser Wettkampf wird allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben. 💪🏃‍♂️🔥

Armin startete über die Halbmarathondistanz
Marco lief in der Armin Wolf Staffel
Marco, Steffi und Christian
Große Freude über den Staffelsieg
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