Leichtathlet Martin Gaim vom TV 1886 Zwiesel bei den Masters Hallen- Europameisterschaften als Silbermedaillengewinner im Mixed-Team-Staffellauf auf dem Siegespodest

Weitere herausragende Spitzenplatzierungen in Sprint- und Staffelwettbewerben mit hervorragenden Leistungen

Für Martin Gaim von der LG Bayerwald mit Stammverein TV 1886 Zwiesel lagen im Monat März Höhepunkte der Leichtathletik-Hallensaison. Bei den Deutschen Hallen-Masters-Meisterschaften in Düsseldorf setzte er sich zum Ziel, in der Altersklasse M35 über 400 Meter um vordere Plätze mitzukämpfen. Da die schnellsten Läufer auf mehrere Zeitläufe verteilt waren, musste er seinen Lauf möglichst gewinnen, um sich eine Medaillenchance zu sichern.

Danach sah es nach seinem Start vielversprechend aus. Gaim setzte sich mit hohem, dabei kontrolliert wirkendem Tempo an die Spitze. Ausgangs der letzten Kurve verkrampften jedoch plötzlich seine Oberschenkel, und er verlor deutlich an Geschwindigkeit. So überquerte er als Zweiter seines Laufs die Ziellinie. In der Gesamtwertung reichte es mit 53,89 Sekunden zu Rang vier. Auch am folgenden Tag belegte er über 200 Meter in 24,69 Sekunden den vierten Platz.

Der eigentliche Höhepunkt von Gaims Hallensaison folgte aber im polnischen Toruń. In derselben Halle, in der eine Woche zuvor die Weltmeisterschaften der Aktiven stattgefunden hatten, ermittelten nun die Masters ab 35 Jahren ihre Europameister. Für Martin Gaim begann der Wettkampf mit dem 400-Meter-Vorlauf. Auf der neu verlegten, schnellen Bahn nutzte er seine Chance: Stets in Kontakt mit der Spitzengruppe, belegte er in seinem Lauf Rang vier und qualifizierte sich über die Zeit für das Halbfinale. 52,67 Sekunden bedeuteten die zweitschnellste, von ihm jemals gelaufene Hallenzeit über 400 Meter – eine Leistung, die bei den Deutschen Masters-Meisterschaften souverän zum Titel gereicht hätte.

Im Halbfinale ging er noch einmal an seine Grenzen, konnte sich in 53,20 Sekunden jedoch nicht weiter steigern. Bereits am nächsten Morgen – zusätzlich erschwert durch die Umstellung auf die Sommerzeit – stand der Vorlauf über 60 Meter an. Hier fehlte ihm in der Beschleunigungsphase die nötige Sprintkraft, um schnell auf Höchstgeschwindigkeit zu kommen. 7,80 Sekunden blieben aber seine einzige Enttäuschung bei den Masters-Europameisterschaften.

Nach einem Ruhetag folgte der Start über 200 Meter. Erneut profitierte Gaim von der schnellen Bahn und absolvierte die Hallenrunde in 24,11 Sekunden – so schnell wie seit sechs Jahren nicht mehr in der Halle und sogar schneller als in der gesamten Freiluftsaison 2025. Aufgrund des starken Teilnehmerfeldes verpasste er dennoch den Einzug in die nächste Runde.

Am letzten Wettkampftag wurde er für beide 4×200-Meter-Staffeln der Altersklasse M35 nominiert – sowohl für das Männer- als auch für das Mixed-Team. Die Männerstaffel galt als Außenseiter. Gaim, auf Position zwei eingesetzt, zeigte ein starkes Rennen: Nach der Staffelübergabe setzte er sich entschlossen durch und überholte bereits nach wenigen Metern die Läufer aus den Niederlanden und Italien. Am Ende belegte das deutsche Quartett den sechsten Platz.

Den Abschluss bildeten die Mixed-Staffeln im Format Frau–Frau–Mann–Mann. Mit von der Partie war Elisa Schöne vom LAC Passau, die damit eine halbe niederbayerische Staffel perfekt machte. Die Staffel lag von Beginn an aussichtsreich im Rennen, und Gaim übernahm den Stab von Elisa auf Rang zwei. Diese Position hielt er souverän und verschaffte dem Schlussläufer einen entscheidenden Vorsprung auf die Konkurrenz. Am Ende gewann das deutsche Team die Silbermedaille hinter Großbritannien, das einen neuen Weltrekord aufstellte, und vor Schweden.

Für Martin Gaim war es die erste internationale Medaille bei Hallenmeisterschaften und zugleich nach der Freiluft-EM 2023 bereits die zweite Silbermedaille auf europäischer Ebene.

 

Reinhard Neubert

Quelle: privat Martin Gaim (2. von links) mit der Mixed-Staffel auf dem Siegespodest (Rang 2) als Silbermedaillengewinner
Quelle: Kai Peters, DLV-Fotograf Über 400 Meter sprintet Martin Gaim mit herausragenden 52,67 Sekunden ins Halbfinale
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