logo 1000 200 schriften rugby 2

Xaver Zellner feierte 85. Geburtstag    

Am 20. Juni 2022 hat Xaver Zellner in guter Konstitution seinen 85. Geburtstag in aller Bescheidenheit gefeiert und dabei viele Glückwünsche entgegengenommen.    

Für den aus Lindberg stammenden Jubilar war der Sport in vielen Lebenslagen ein Kraftspender und noch immer hält er viel von Bewegung. Touren zum Hennenkobel und Holzarbeiten im Umfeld des Wohnhauses sorgen für Abwechslung in seinem Alltag.         

In harten, entbehrungsreichen Kriegs- und Nachkriegszeiten ist Xaver zusammen mit fünf Geschwistern groß geworden und hat nach der Volksschule eine Glasmacherlehre absolviert. Und auch im Beruf war dem talentierten Fußballer der Sport eine Hilfe. Als er zusammen mit anderen als  Glasmacher in Zwiesel entlassen wurde, schaffte er in Windischeschenbach mit Unterstützung des Fußballsports einen beruflichen Neustart.

Ob es für ihn gut war, nach Mainz zum Arbeitgeber Schott Glaswerke zu wechseln, will er nach Jahren nicht beurteilen, aber sein Leben wäre vermutlich anders verlaufen, wenn er anlässlich eines Fußballturniers als herausragender Spieler im Schott-Team ein großartiges Angebot für eine Fußballkarriere in Frankreich, vermittelt von einem Arbeitgeber in der Glasbranche, angenommen hätte. Aber er entschied sich dagegen. Aus Mainz kehrte er nach Zwiesel zu Schott zurück und ging 1998 in den Ruhestand.

Als Fußballer war Zellner auch für den TSV Lindberg und SC Zwiesel aktiv. Später holte er auch als Skilangläufer für den SC Spitzenplatzierungen und war zudem als Leichtathlet in Disziplinen des Mehrkampfes sehr erfolgreich. Beim TV 1886 wurde er 2007 und 2008 in der Wettkampfklasse M70 zweimal Bayerischer Seniorenvizemeister im Kugelstoßen. 2012 errang er in der Wettkampfklasse M75 den Titel eines Bayerischen Seniorenmeisters.
schale zellner xaver

Trotz kleinerer Wehwehchen fühlt sich Xaver Zellner wohl, erledigt alle Arbeiten im Haus und außerhalb noch recht gut, und regelmäßige Bewegung ist Teil seines Alltags. Auch glückliche Umstände haben ihm in seinem Leben bisweilen geholfen - zum Beispiel, als er bei einem schlimmen Sturz beim Langlauf am Bretterschachten mit schweren Verletzungen gerade noch rechtzeitig Hilfe erfuhr. Der Sport hat Xaver Zellner oft geholfen, auch die eine oder andere Enttäuschung zu bewältigen. Gerne erinnert er sich an große sportliche Erfolge zurück, die durch Urkunden, Pokale und Ehrungen belegt sind.

Reinhard Neubert

Bayerwaldler Martin Gaim (35) läuft bei der  Leichtathletik-WM der Senioren über 400 Meter ins Halbfinale   

Vom 29. Juni bis 10. Juli 2022 sind im finnischen Tampere die „World Masters Athletics Championships“  über die Bühne gegangen. Bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft für Athletinnen und Athleten ab 35 Jahren war Martin Gaim von der LG Bayerwald (Stammverein: TV 1886 Zwiesel) einer von 321 deutschen Teilnehmern.

Sein erster Auftritt gegen internationale Konkurrenz erfolgte im Vorlauf über 200 m. Bei sommerlichen Temperaturen kam Martin Gaim (35) auf der schnellen Bahn des Ratina-Stadions nach dem Startschuss gut ins Rennen. Auf den ersten 100 m seines Laufes in der Kurve war er nahe an den ersten beiden Plätzen dran, die direkt zum Einzug in die nächste Runde berechtigten. Aber noch etwas müde von der Anreise,  wurden ihm auf den letzten 50 Metern die Beine schwer und die ersten beiden Plätze gerieten für Martin Gaim außer Reichweite. Mit letzter Kraft erkämpfte er sich Platz drei in seinem Vorlauf,  aber seine Zeit von 24,62 Sek. reichte am Ende nicht fürs Weiterkommen.

Regenwetter und schlechte Bedingungen im Semifinale

Zwei Tage später folgten die Vorläufe auf der langen Sprintstrecke über 400 m. Gegen eine starke Konkurrenz ging Gaims Renntaktik zunächst voll auf: Mit technisch sauberem Laufstil konnte er auf der schnellen Bahn das Tempo der anderen kraftsparend mitgehen. 150 m vor dem Ziel mobilisierte er noch einmal alle Kräfte, um eine möglichst gute Platzierung zu erreichen. Dadurch litt aber seine Lauftechnik und 50 m vor der Ziellinie verhärteten sich seine beiden Oberschenkel. Martin kämpfte um jede Hundertstel und überquerte als Vierter die Ziellinie. Nach ein paar Minuten der Auswertung verkündete die große Anzeigetafel im Stadion den Erfolg des Bayerwaldlers: Einzug ins Halbfinale! 53,63 Sek. reichten, um über die Zeitwertung weiterzukommen.

Das Halbfinale fand gleich am nächsten Tag unter ungünstigen Bedingungen für Martin statt: Eingeteilt auf der unbeliebten Innenbahn eins, musste er dort bei Regenwetter durch größte Pfützen laufen und in der Folge fand er nicht in seinen Laufrhythmus. So kam er abgeschlagen und deutlich langsamer als im Vorlauf ins Ziel. Für den Finaleinzug hätte sich Martin Gaim schon auf wenige Hundertstel seiner persönlichen Bestleistung (51,61 Sek.) aus dem Jahre 2015 nähern müssen.

Zum Abschluss der „World Masters Athletics Championships“ nominierte der deutsche Leichtathletikverband Martin Gaim noch für die 4x400 m Staffel. Als Startläufer sollte er das deutsche Team in eine gute Position im Kampf um die Medaillen bringen. Aber durch die kurzfristige Absage von zwei anderen Läufern kam es nicht mehr zum Start einer deutschen Staffel.

Martin Gaim/Reinhard Neubert

Diskuswerferin Marion Neubert (LG Bayerwald) holt Vizetitel bei Bayerischen Seniorenmeisterschaften

Bei hochsommerlichem Wetter sind die bestens von der LG Stadtwerke München organisierten Bayerischen Seniorenmeisterschaften Wurf im Münchner Dantestadion über die Bühne gegangen. Mit dabei war erneut Marion Neubert (Stammverein: TV 1886 Zwiesel), die bei diesem Wettkampf die LG Bayerwald mit einer Top-Leistung im Diskuswurf vertrat.

Nach ihrem jüngsten sechsten Platz bei den Bayerischen Meisterschaften hoffte sie in München auf ein ähnlich gutes Abschneiden wie im vergangenen Jahr, als sie in der Wettkampfklasse W 30 als Zweite der Bayerischen Seniorenmeisterschaften im Diskuswurf überraschend das Siegespodest besteigen durfte.

Neubert sieht noch Verbesserungspotential

Entsprechend hoch waren ihre Erwartungen bei ihrem dritten Saisonwettkampf in München. Vom ersten bis zum fünften Versuch gelang es Marion, die 1 kg schwere, rotierende Diskusscheibe auf immer größere Weiten zu schleudern. Ihr bester Wurf  mit respektabler Technik landete in der Nähe ihrer Saisonbestleistung bei vermessenen 33,26 m.

 „Ja, es muss gelingen, den Diskus technisch versiert so zu werfen, dass er richtig fliegt“, sagt Marion Neubert - und sieht für sich noch Spielräume für größere Weiten.  In München aber war sie mit ihrer Wurfweite hochzufrieden, denn der Flug ihres Diskus brachten ihr die Silbermedaille und den Sprung aufs Siegerpodest ein. Wie im Vorjahr schaffte sie es also, den Diskus-Vizemeistertitel bei den Bayerischen Seniorenmeisterschaften in der Wettkampfklasse W30 zu erringen. Den Titel holte Sabrina Zeug von der LG Oberland.  

49-jähriger Zwieseler bei EM in München

Bei den Bayerischen Seniorenmeisterschaften in den Wurfdisziplinen war Stefan Pöhn (49) als Kampfrichter beim Hammerwurf im Münchner Dantestadion gefragt. Langjährige Erfahrung und IT-Expertise qualifizierten den früheren Klasse-Kugelstoßer des TV Zwiesel als Funktionär auch für die Europameisterschaften in München.

In treuer Verbundenheit zur Leichtathletik unterstützt Pöhn als vielbeschäftigter Kampfrichter in der laufenden Wettkampfsaison die Ausrichter von Wettkämpfen. Als Höhepunkt betrachtet er seinen Einsatz bei den kontinentalen Titelkämpfen im Olympiastadion, wo er in den Wurfdisziplinen „richtet“.

Dass er selbst immer noch Lust hätte, für den TV 1886 Zwiesel im Trikot der LG Bayerwald in der Seniorenklasse zu starten und Erfolge zu erzielen, war eines der Themen im Gespräch zwischen Stefan Pöhn und Vereinskollegin Marion Neubert, die im Dantestadion bayerische Vizemeisterin im Diskuswurf geworden war.

Unvergessen sind insbesondere Pöhns regionale und überregionale Meistertitel im Kugelstoßen. 1992 startete er sogar im Trikot der deutschen Juniorennationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften in Seoul (Südkorea). 1994 war er im Kugelstoßen als Mitglied im deutschen Bundeskader bester Junior in Deutschland. Auf herausragende 18,71 m stieß er damals die 7,26 kg schwere Wettkampfkugel und mit dieser seit 28 Jahren unübertroffenen Weite hält Stefan Pöhn auch den  niederbayerischen Männerrekord im Kugelstoßen. Zudem hat der von ihm 1992 mit der damals 6,25 kg schweren Wettkampfkugel aufgestellte Niederbayerische A-Jugend-Rekord mit 18,70 m bis heute Bestand - mittlerweile 30 Jahre!    

 „Dass ich bei der EM als Kampfrichter mitwirken darf, betrachte ich als Ehre“, so der 49-Jährige, der sich besonders an seine Teilnahme an den Juniorenweltmeisterschaften 1992 erinnert fühlt. 

Reinhard Neubert

Zwei neue Ehrenmitglieder wurden ernannt, die für den TV Zwiesel wertvolle Arbeit geleistet haben:
Klaus Bayrsch betreute 45 Jahre lang die Coronargruppe und

Hermann Prasch ist seit 40 Jahren der Chronist des Vereins.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft: Joachim Boiger, Elisabeth Ellerbeck, Isolde Göstl, Dominik Haslinger, Hildegund Kraus, Katharina Kreuzer, Barbara Kroner, Anja Pongratz, Elena Pöschl, Sabrina Schneider, Lisa Weinberger, Verena Wenzel;

Für 30 Jahre Mitgliedschaft: Monika Bayerl, Thomas Bscheidl, Inge Griedl, Christine Handlos, Wilhelm Handlos, Annika Körner, Kristina Kraus, Josef Kuchler, Sophie Palmi, Florian Pongratz, Marianne Pongratz, Tobias Prinz,Theo Pscheidt, Mirjam Riedmann, Markus Schreder, Theresia Schreder, Katharina Stadler, Gertraud Weiderer; 35 Jahre: Anton Bernreiter, Hermann Fuchs, Ursula Gattermann, Ingrid Kolb, Susanne Lackerbauer, Barbara Langer, Simone Pongratz, Michael Probst, Rudolf Stöcker.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft: Renate Achatz, Rudolf Bauer, Markus Dahlke, Reiner Gattermann, Klaus Keilhofer, Barbara Kreuzer, Bernd Kufner, Claudia Maurer, Christine Neubert, Tobias Prenissl, Georg Simmeth, Theresia Six, Reinhold Sixt, Michael Stoiber, Katharina Wildfeuer, Margit Witzmann, Markus Witzmann;

Für 45 Jahre Mitgliedschaft: Everett Eichinger, Hubert Gaschler, Lothar Hackl, Marion Strunz, Ines Wagenbauer; 50 Jahre: Martin Adam, Klaus Barysch, Heike Buchinger, Manfred Fischer, Ursula Klostermann, Roland Wagenbauer;

Für 55 Jahre Mitgliedschaft: Eva Haller, Luise Kindermann, Christine Krottenthaler, Gertrud Wolf;

Für 60 Jahre mitgliedschat: Hubert Demmelbauer, Christl Killinger, Gabriele Süßmuth;

Für 65 Jahre Mitgliedschaft: Annemarie Oesterle; 
ehrungen

v.l. 3. Bürgermeister Jens Schlüter, Elisabeth Pfeffer, Annemarie Österle, Ehrenvorsitzender Hans Hagl und Hubert Demmelbauer